Veranstalter:
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Datum der Veranstaltung:
3-5 März 2026
ITB - The Travel Network
3-5 März 2026
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2026: Der Wettlauf der Reisebranche um skalierbare agentische KI

Untersuchungen von Phocuswright zeigen, dass über 60 % der Reiseunternehmen bereits mit agentischer KI experimentieren oder sie skalieren. 62 % erwarten 2026 steigende Tech-Budgets.

Ein Wendepunkt in der Reisetechnologie

Auf der ITB Berlin 2026 wird die Diskussion rund um Künstliche Intelligenz intensiv und unausweichlich sein – und das aus gutem Grund. Laut der aktuellen Phocuswright-Studie Budgets, Barriers and the Race to Agentic AI setzen Reiseunternehmen KI nicht nur ein, sondern beginnen zunehmend, sie so einzusetzen, dass es ihre Wettbewerbsposition für die nächsten Jahre prägen wird.

Nach einem Jahr intensiver Erkundung zeichnet sich 2026 als das Jahr ab, in dem agentische KI in den Kern der Reiseprozesse vordringt. Im Gegensatz zu früheren generativen KI-Tools, die vor allem auf Content-Erstellung ausgerichtet waren, ist agentische KI darauf ausgelegt, reale Aufgaben systemübergreifend und entlang ganzer Workflows auszuführen.

Agentische KI bezeichnet Systeme, die komplexe Aufgaben autonom auf Basis von Echtzeitdaten, Integrationen und klar definierten Zielen erledigen – weit über die reine Text- oder Bildgenerierung hinaus.

Grafik zur aktuellen und geplanten Nutzung agentischer KI.

© Phocuswright

Mehr als 60 % der Reiseunternehmen beschäftigen sich bereits mit agentischer KI

Die Phocuswright-Studie zeigt, dass die Einführung agentischer KI längst keine theoretische Frage mehr ist.

⦁ 6 % der Reiseunternehmen skalieren agentische KI bereits über mehrere Bereiche und Funktionen hinweg

⦁ 22 % haben mit der Skalierung in ausgewählten Bereichen begonnen

⦁ Die größte Gruppe experimentiert aktiv mit agentischer KI, hat sie aber noch nicht skaliert

⦁ Ein relevanter Anteil plant die Einführung agentischer KI innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre

Insgesamt experimentieren heute bereits mehr als 60 % der Reiseunternehmen mit agentischer KI oder skalieren sie. Das signalisiert einen klaren Mentalitätswandel: KI wird zunehmend als strukturelle Fähigkeit verstanden und nicht mehr als Nebenprojekt.

Technologiebudgets folgen den KI-Ambitionen

Auch die Investitionstrends unterstreichen diese Dynamik.

⦁ 62 % der Unternehmen erwarten steigende Technologiebudgets im Jahr 2026

⦁ Die stärksten Wachstumserwartungen liegen in den Kategorien ein bis fünf Prozent, sechs bis zehn Prozent sowie über zehn Prozent

⦁ Nur sehr wenige Unternehmen rechnen mit Budgetkürzungen

Auch wenn KI bislang noch nicht den Großteil der Technologiebudgets ausmacht, erhalten Führungskräfte zunehmend Spielraum für Investitionen. Viele lenken dieses Kapital gezielt in generative und agentische KI-Initiativen.

Grafik zu den Technologiebudget-Erwartungen für 2026

© Phocuswright

Vier Signale aus der Praxis der KI-Investitionen

Ein Blick über die reinen Nutzungszahlen hinaus zeigt, wohin sich der Markt bewegt.

1. KI steht ganz oben auf der Technologie-Agenda
Generative KI ist für viele Reiseunternehmen inzwischen die wichtigste Technologieinvestition für die kommenden 12 bis 18 Monate. Das Thema ist fest in der strategischen Planung auf Vorstandsebene verankert.

2. Ein Großteil der KI-Ausgaben fließt noch in Experimente
Trotz breiter Nutzung sind die meisten Implementierungen bislang taktisch. Nur wenige Unternehmen haben ihre Workflows oder Systeme grundlegend rund um KI neu gestaltet. Stattdessen wird KI häufig auf bestehende Infrastrukturen aufgesetzt.

3. Budgets steigen, sind aber noch nicht auf KI ausgerichtet
Die Technologiebudgets wachsen insgesamt, doch nur ein kleiner Teil der Unternehmen investiert derzeit mehr als 20 % davon in generative KI. Das zeigt: KI-Investitionen nehmen Fahrt auf, haben aber noch nicht den Status einer Kerninfrastruktur erreicht.

4. Der Nutzen ist klar, die Vorbereitung uneinheitlich
Eine deutliche Mehrheit der Führungskräfte sieht bereits positive geschäftliche Effekte durch generative KI. Gleichzeitig fühlen sich viele noch nicht ausreichend vorbereitet, um zu skalieren. Die größten Hürden sind Integrationskomplexität, Fachkräftemangel und Fragen der Datensicherheit – nicht fehlendes Interesse oder Budget.

Was das für Reiseentscheider auf der ITB bedeutet

Ein strategischer Wendepunkt
Die nächste Wettbewerbsphase in der Reisebranche wird davon abhängen, welche Unternehmen den Schritt von Pilotprojekten in den produktiven Einsatz schaffen. Die Skalierung agentischer KI erfordert Infrastruktur, Governance, Datenreife und organisatorischen Wandel.

Interoperabilität wird entscheidend sein
Neue Standards wie das Model Context Protocol gewinnen an Bedeutung, da sie es KI-Systemen ermöglichen, plattformübergreifend zu arbeiten. Unternehmen, die KI über CRM-, Inventar-, Preis- und Commerce-Systeme hinweg einsetzen können, erschließen deutlich mehr Wert.

Talente und Umsetzung trennen Vorreiter von Nachzüglern
Technologie allein entscheidet nicht über den Erfolg. Unternehmen, die in Kompetenzen, Betriebsmodelle und konsequente Umsetzung investieren, werden schneller vorankommen und sich überproportionale Vorteile sichern.

Fazit

⦁ Die Einführung agentischer KI in der Reisebranche ist real und beschleunigt sich

⦁ Technologiebudgets steigen und schaffen Spielraum für KI-Investitionen

⦁ Der Wettbewerbsabstand zwischen skalierenden Unternehmen und Nachzüglern wird größer

⦁ 2026 belohnt Umsetzung – nicht bloßes Experimentieren

Für Führungskräfte auf der ITB Berlin ist die Botschaft klar: Die Frage ist nicht mehr, ob in KI investiert wird, sondern wie schnell Unternehmen diese Investitionen in nachhaltige Wettbewerbsvorteile übersetzen können.

Gesponserter Artikel von Phocuswright

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