ITB - The Travel Network
16-18 März 2027
Zur Übersicht
Teilen:

Angolas indigene Bevölkerung: Ein Mosaik der Kulturen

Von Frisuren, die Geschichten erzählen, bis zu uralten Klicklauten – Angola bietet eine faszinierende Begegnung mit lebendigen Kulturen und gelebter Geschichte.

Das offizielle Gastland der ITB Berlin 2026, Angola, zählt zu den spannendsten Reisezielen Afrikas für Kulturliebhaber. Eine Reise durch das Land wird zu einer eindrucksvollen Expedition in die Ursprünge der Menschheit. Rund 35 Millionen Menschen und mehr als 100 ethnische Gruppen nennen Angola ihre Heimat – viele von ihnen haben ihre jahrhundertealten Traditionen, Sprachen und Lebensweisen bis heute bewahrt. Besucher erhalten nicht nur seltene Einblicke, sondern erleben lebendige Kultur in Ritualen, Kunstformen und alltäglichen Praktiken hautnah.

Zwei Frauen zu Fuß am Straßenrand, ein vorbeifahrender Motorradfahrer.

© Ministry of Tourism of Angola @ Kleber Group Credit Robert Haidinger

Die Mwila (auch Mumuila)

Ein Besuch bei den Mwila, die ausschließlich in Angola leben – hauptsächlich in den Provinzen Huíla und Namibe –, ist sowohl eine visuelle als auch eine anthropologische Entdeckung. Die Frauen der Mwila sind bekannt für ihre kunstvollen Frisuren aus Ocker, Butter und Kräutern, die mit Muscheln oder Perlen verziert sind. Diese Frisuren sind mehr als Schmuck: Sie verraten Alter, Familienstand und gesellschaftliche Rolle. Kleidung, Schmuck und rituelle Körperbemalungen vervollständigen ein visuelles Erscheinungsbild, das tief in kulturellen Bedeutungen verankert ist. Begegnungen mit den Mwila eröffnen einzigartige Einblicke in eine Kultur, in der visuelle Ausdrucksformen und soziale Identität untrennbar miteinander verwoben sind.

Zehn Kinder, die in die Kamera schauen und bunt gemusterte Kleidung tragen. 

© Ministry of Tourism of Angola @ Kleber Group Credit Robert Haidinger

Die Kuvale

Die Kuvale, verwandt mit den Herero, sind Halbnomaden im Süden Angolas und leben von der Viehzucht. Sie wohnen in Kraals, kleinen Familienverbänden in niedrigen, zeltförmigen Lehmbauten, die von dornigem Gestrüpp und Holzpfählen umgeben sind. Während die Männer täglich mit ihren Herden zu den Weiden aufbrechen, bleiben Frauen und Kinder im Dorf. Typisch für die Frauen der Kuvale ist ihr Flechthut, der mit Stoff umwickelt wird, sowie die traditionelle Brustbindung mit dem Oyonduthi (einer schmalen Schnur, mit der die Brüste abgebunden werden). Dazu tragen sie farbenfrohe Wax-Print-Tücher, zahlreiche Armringe und Schmucknarben.

Eine Frau vor mehreren Kühen in einer traditionellen Kleidung.

© Thomas Thadewaldt, DIAMIR Erlebnisreisen

Eine Frau in traditioneller Kleidung, die zur Seite schaut und sich bückt.

© Thomas Thadewaldt, DIAMIR Erlebnisreisen

Die Himba

Nahe der Grenze zu Namibia leben kleinere Gruppen der Himba, einer halbnomadischen Ethnie, die eine enge Verbindung zu Natur und Viehzucht pflegt. Ihr Markenzeichen ist die rot schimmernde Ockerpaste otjize, die sie aus Butterfett und Pulvererde herstellen. Sie schützt vor Sonne und Insekten und besitzt zugleich spirituelle Bedeutung. Auch die aufwendig geflochtenen Frisuren der Himba-Frauen zeigen den individuellen Lebensabschnitt oder die Zugehörigkeit zu einem Clan. Ergänzt wird die traditionelle Kleidung durch charakteristischen Schmuck aus Muscheln, Leder und Metall, der Schönheit und Status ausdrückt. Trotz zunehmender Einflüsse moderner Lebensweisen bewahrt die Gemeinschaft ihre spirituellen Praktiken, sozialen Strukturen und Erzähltraditionen – ein wertvolles kulturelles Erbe des südlichen Afrikas.

Die San

Im äußersten Süden Angolas leben heute noch einige Tausend San, direkte Nachfahren der Khoisan-Völker, die zu den ältesten heute existierenden Bevölkerungsgruppen der Welt gehören. Ihre Sprache zeichnet sich durch charakteristische Klicklaute aus, und ihr Alltag wird traditionell vom Jagen und Sammeln bestimmt. Das Wissen der San über Pflanzen, Tierverhalten und das Überleben in der Savanne wurde über Jahrtausende hinweg weitergegeben und gehört heute zu den bedeutendsten Kulturschätzen des Kontinents. Ihre Lebensweise basiert auf Mobilität, tiefem Naturverständnis und gemeinschaftlicher Verantwortung – Werte, die angesichts moderner Umweltherausforderungen neue Relevanz gewinnen.

Weitere Informationen zu Angola, dem offiziellen Gastland der ITB Berlin 2026, finden Sie unter www.angolatourism.com.

Gastland, Destinationen
Zur Übersicht
Teilen:

Newsletter

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand in der Welt des Reisens!

Abonnieren Sie unseren ITB 360° Newsletter und seien Sie immer einen Schritt voraus, wenn es um aktuelle Trends, Innovationen und zukunftsweisende Strategien geht.

Jetzt registrieren