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16-18 März 2027
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EU-Kommissar Tzitzikostas plädiert für nachhaltigen Tourismus

EU-Kommissar Tzitzikostas kündigt europäische Strategie als „krisen- und zukunftsfestes Tourismusmodell“ an. Kurzfristig sollen 2,9 Milliarden für bessere Vernetzung der Verkehrsträger bereitstehen.

Die erste EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus soll noch in diesem Frühjahr vorgestellt werden. Das bekräftigte der EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas. Tzitzikostas sagte, die Europäische Union habe bereits viel erreicht, um das Reisen in der Union zu erleichtern und attraktiv zu machen. Viele der immer noch vorhandenen Hindernisse seien Symptome des unvollendeten Binnenmarktes.

Abgesehen von der ohnehin vorhandenen natürlichen und kulturellen Vielfalt habe Europa wegen seiner politischen Stabilität gerade in Zeiten der Krise große Chancen für einen wachsenden Tourismus. Auf europäischer Ebene sei auch schon viel erreicht worden, etwa bei Passagierrechten, dem Wegfall von Roaming-Gebühren und weltweit führenden Sicherheitsstandards im Luftverkehr.

Fahnenmasten vor dem Messegelände: ITB Berlin-Banner sowie EU-, Deutschland- und Berlin-Flaggen im Wind.

EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas kündigt eine EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus an.

„Resilientere und zukunftsfeste” Strukturen

„Aber wir werden weitermachen”, sagte Tzitzikostas, „denn der internationale Wettbewerb wird stärker.” Notwendig seien „resilientere, smartere und zukunftsfeste” Strukturen, auf denen sich nachhaltiger und inklusiver Tourismus für das kommende Jahrzehnt aufbauen lasse. Bestehende Fragmentierungen verursachten Zeitverschwendung, unnötige Kosten und Emissionen. Als Beispiele nannte er den Kauf gren¬züberschreitender Bahntickets oder unterschiedliche Anforderungen bei beruflichen Qualifikatio¬nen.

So müsse der ökologische Fußabdruck verringert werden. Die EU werde kurzfristig 2,9 Milliarden Euro für Investitionen besonders im Luft- und Schiffsverkehr bereitstellen, um erneuerbare und CO2-arme Brennstoffe zu fördern.

Veranstalter sollen Overtourism eingrenzen

Overtourism bezeichnete Tzitzikostas als „zweite große Herausforderung” nach dem Klimaschutz. Wenn zu viele Touristen die Infrastruktur und die natürlichen Ressourcen belasteten, wenn Wohnen für Einheimische unbezahlbar werde, untergrabe das die Wettbewerbsfähigkeit. Der Kommissar appellierte nachdrücklich an die Tourismuswirtschaft, darauf zu achten, dass für Touristen und Einheimische gleichermaßen Mehrwert erzielt werde. „Auf lange Sicht gewinnt Qualität“, mahnte er.

Bei der Diversifizierung der Touristenströme könne die EU-Initiative „Common European Data Space for Tourism (ETDS)“ helfen, die die Daten der gesamten Branche managen soll und sicheren Datenaustausch, Unter¬stützung für kleine und mittlere Unternehmen und gemeinsame Standards für die wichtigsten Datengruppen bereitstellen soll. Schließlich empfahl Tzitzikostas „Destination Europe“ als Markenzu¬gang für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Tourismus.

Business Travel, Destinations, Hospitality, Digitalisierung
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