Veranstalter:
Website der Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
3-5 März 2026
ITB - The Travel Network
3-5 März 2026
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Angolas Schlüsselregionen: Naturwunder und kulturelle Vielfalt zwischen Küste und Wüste

Angolas sieben Schlüsselregionen vereinen spektakuläre Landschaften, Küsten, Wüsten, Gebirge und kulturelles Erbe zu einem eindrucksvollen Mosaik aus Natur, Geschichte und authentischen Begegnungen.

Von den üppigen Wäldern und mächtigen Wasserfällen des Nordens bis zu den endlosen Dünen und faszinierenden Wüstenlandschaften im Süden bietet Angola, das offizielle Gastland der ITB Berlin 2026 eine außergewöhnliche geographische Bandbreite. Entlang dieser sieben Regionen entfaltet sich die Vielfalt des Landes – jede für sich ein eigenes Kapitel voller Naturwunder und kultureller Besonderheiten.

Luanda - Stadtleben & Strandferien 

Die Provinz Luanda ist das pulsierende Herz Angolas – hier liegt auch die gleichnamige Hauptstadt, die größte Metropole des Landes. Direkt an der Atlantikküste gelegen, vereint Luanda Geschichte, Moderne und pure Lebensfreude. Über zehn Millionen Menschen machen die Region zu einem Ort voller kreativer Energie und Gegensätze: glänzende Hochhäuser treffen auf koloniale Architektur, elegante Beach Clubs auf lebhafte Märkte. Kuduro und Kizomba erklingen aus den Bars & Clubs, während entlang der Marginal, Luandas belebter Küstenstraße, das Stadtleben pulsiert. Ob beim Bummel durch die historische Baixa, beim Sonnenuntergang auf der Ilha do Cabo – einer Halbinsel direkt vor der Stadt –, mit Cocktail in der Hand und Füßen im weißen Sand: Luanda begeistert mit Vielfalt und Atmosphäre. 

Malanje – Natur und Kultur und Cowboys im Norden

Die Region Malanje ist eine wahre Naturschönheit. Sie vereint üppige grüne Landschaften, fruchtbare Böden und ganze Wälder von Baobab-Bäumen, auch als Affenbrotbäume bekannt, die in Angola ein Symbol für Langlebigkeit, Weisheit und Schutz sind. Malanje beheimatet einige der eindrucksvollsten Naturattraktionen des Landes, darunter die Kalandula-Wasserfälle und die Pedras Negras de Pungo Andongo. Zudem befindet sich hier der Cangandala-Nationalpark, der kleinste Nationalpark Angolas, der zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Riesen-Rappenantilope, Angolas Nationaltier, gegründet wurde.

Weiterhin findet man in Malanje zahlreiche Ranches für Viehzucht und Landwirtschaft, die aus der Kolonialzeit stammen. Viele von ihnen wurden in den letzten Jahren wiederbelebt und einige zu Resorts umgebaut. Besucher können hier angolanischen Cowboys beim Viehtreiben und Lassowerfen auf ihren Pferden zusehen – umgeben von goldenen Horizonten, ruhigen Sonnenuntergängen und einem Leben im Einklang mit der Natur.

Spielende Kinder in einem Dorf, einer lächelt in die Kamera.

Malanje Province, ein Dorf nahe Lucala in Angola. © Ministry of Tourism of Angola / Kleber Group / Credit Robert Haidinger

Namibe – Wo Wüste auf Meer trifft

Namibe zählt zu den faszinierendsten Regionen Angolas. Die Provinz liegt in einer der trockensten Zonen der Welt und beeindruckt mit weiten Landschaften, goldschimmernden Dünen, einsamen Stränden und der legendären Welwitschia mirabilis, einer Pflanze, die mehrere Jahrtausende alt werden kann.  

 Die Küstenstadt Moçâmedes, Hauptstadt der Provinz, gilt als architektonisches Kleinod – ein Ort, der an eine portugiesische Postkarte erinnert: Koloniale Gebäude, bunte Straßen und ein entspanntes Lebensgefühl machen die Stadt zum perfekten Startpunkt für Erkundungen in der Umgebung. Im Süden der Provinz erstreckt sich der Iona-Nationalpark – das älteste und größte Schutzgebiet Angolas. Wo Savanne, Sand, Berge und der Atlantik aufeinandertreffen, entsteht eine fast surreal anmutende Landschaft. 

Wüstenlandschaft, die ans Meer angrenzt.

© Ministry of Tourism of Angola / Kleber Group / Credit Robert Haidinger 

Benguela – Küstenlandschaft und Eisenbahnromantik

Benguela an der Atlantikküste beeindruckt mit malerischen Stränden, historischer Architektur und reicher Kultur. In der gleichnamigen Hauptstadt finden sich Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale von Benguela, die Praia Morena und das Museu de Benguela. Die Region ist zudem bekannt für traditionelle Märkte wie den Mercado Municipal. Unweit davon liegt Lobito, eine bedeutende Hafenstadt mit palmengesäumten Stränden, einer geschützten Lagune. Lobito ist zudem Ausgangspunkt eines der besonderen Erlebnisse für Besucher Angolas: eine Fahrt mit der historischen Benguela-Eisenbahn (Caminho de Ferro de Benguela). Die Strecke, die früher Zentralafrika mit dem Atlantik verband, führt heute quer durch Angola bis nach Luau an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Auf der Fahrt eröffnen sich spektakuläre Ausblicke auf Küste und Hinterland, während man zugleich einen faszinierenden Einblick in die bewegte Geschichte des Landes erhält. 

Huíla – Das Herz der Berge Angolas

Huíla im Süden Angolas ist geprägt von Berglandschaften, Hochplateaus und einem angenehmen Klima. Die Stadt Lubango liegt auf 1.700 Metern Höhe und bietet spektakuläre Ausblicke inmitten der Serra da Chela-Bergkette. Die berühmte Serra da Leba-Passstraße, eine kurvenreiche Serpentine entlang steiler Berghänge, zählt zu den eindrucksvollsten Panoramarouten Angolas. Nicht weit entfernt liegt die Tundavala-Fissur, ein sagenumwobener natürlicher Felsspalt von über 1.000 Metern, der das Ende des Huíla-Plateaus markiert und atemberaubende Ausblicke über die Ebene eröffnet. An diesen Ort können Besucher die Mwila treffen, die ihre handgefertigten Souvenirs anbieten.

Cuando – Der Ursprung des Okavango-Deltas

Die Regionen Cuando und Cubango im Südosten Angolas, die bis 2024 eine gemeinsame Provinz bildeten, faszinieren mit weiten Savannen, dichten Miombo-Wäldern und faszinierenden Fluss-Landschaften. 

 Hier entspringt der Cubango-Fluss, der später in Namibia als Okavango weiterfließt und schließlich das weltberühmte Okavango-Delta speist. Die Region gehört zum Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA), einem der größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiete der Welt, das Lebensraum für zahlreiche Tier- und Vogelarten bietet. Für Besucher bietet Cuando authentische Naturerlebnisse: Bootsfahrten auf den Flüssen Cubango und Cuando ermöglichen die Beobachtung von Elefanten, Flusspferden, Leoparden und zahlreichen Vogelarten, während Dorfbesuche tiefe Einblicke in das Leben der indigenen Stämme. Abgelegene Lodges und Camps laden zu naturnahen Aufenthalten ein. 

Cabinda – Die grüne Exklave im Norden

Cabinda, die nördliche Exklave Angolas, vom Rest des Landes durch das Territorium der Demokratischen Republik Kongo getrennt, fasziniert mit dichten Regenwäldern, reicher Biodiversität und einer einzigartigen kulturellen Prägung. Die Region ist Heimat diverser ethnischer Gruppen, deren hervorragende Holzarbeiten aus dem bekannten „Pau de Cabinda“ weltberühmt sind. Holz spielt hier nicht nur in Handwerk und Kunst eine Rolle, sondern wird auch für medizinische und rituelle Zwecke geschätzt, wobei verschiedene Holzarten unterschiedliche Eigenschaften zugesprochen werden. 

Die bislang kaum von Touristen entdeckte Region ist ein verborgenes Paradies für Naturliebhaber: üppige, nahezu unberührte Regenwälder bieten ein authentisches Eintauchen in Afrikas wilde Natur. Das Kronjuwel Cabindas ist der Mayombe-Wald, einer der größten Regenwälder Afrikas, der sich über Angola, Kongo, Demokratische Republik Kongo und Gabun erstreckt. Riesige Bäume, teils bis zu 60 Meter hoch, bilden ein beeindruckendes Blätterdach, unter dem seltene und scheue Tiere leben, darunter westliche Flachlandgorillas und Waldelefanten. 

Angolas Quiçama-Park - UNESCO-Biosphärenreservat

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur hat den Quiçama-Nationalpark in Angola offiziell in das Weltnetz der Biosphärenreservate aufgenommen. Es ist das erste Schutzgebiet dieser Art im Land und Teil eines wachsenden Netzwerks von Biosphärenreservaten im südlichen Afrika. Mit dieser Entscheidung im Rahmen des Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ rückt Angola in eine führende Position auf dem Kontinent in den Bereichen Naturschutz, wissenschaftliche Forschung und nachhaltige Tourismusentwicklung.

Zwei Zebras im Quiçama-Biosphärenreservat

© Kissama National Park © Dreamtime sa / Stefanie Anderegg

Das neue Quiçama-Biosphärenreservat erstreckt sich entlang der Atlantikküste über mehr als 3,3 Millionen Hektar in den Provinzen Luanda, Icolo e Bengo und Cuanza-Sul. Laut UNESCO umfasst es rund 1,37 Millionen Hektar Landökosysteme und 1,94 Millionen Hektar Küsten- und Meeresgebiete. Damit bildet es ein Gebiet von außergewöhnlicher ökologischer Vielfalt. Das Herzstück ist der Quiçama-Nationalpark mit einer Fläche von fast 9.960 Quadratkilometern, der das ökologische Zentrum dieser neuen Biosphäre darstellt.

Die Landschaft des Gebiets vereint Savannen, Mangroven, Flussmündungen, Lagunen und Küstenklippen und bietet Lebensraum für Seekühe, Elefanten, Flusspferde, Meeresschildkröten, über zweihundert Vogelarten sowie endemische Reptilien. Besonders bemerkenswert ist die rosa blühende Pflanze Tessmannia camoneana, die ausschließlich in Angola vorkommt und als Symbol des genetischen Erbes des Landes gilt.

Mit der neuen Anerkennung gehört Quiçama nun zu den 785 Biosphärenreservaten in 142 Ländern. Die Auszeichnung eröffnet neue Möglichkeiten für internationale Forschungskooperationen, Wissensaustausch und Fördermittel für Nachhaltigkeitsprojekte. Das Gebiet soll künftig als lebendes Labor für Biodiversitätsschutz und gemeinschaftsorientierte Entwicklungsmodelle dienen.

Wenn Natur zur Grundlage von Entwicklung wird

Die Bedeutung der Ernennung geht weit über den Naturschutz hinaus. Ein Biosphärenreservat steht für ein Modell nachhaltiger Entwicklung, das ökologische Verantwortung mit sozialem Fortschritt verbindet. Für die lokalen Gemeinschaften in Quiçama ist das Gebiet seit Generationen eine Lebensgrundlage. Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei prägen eine Kultur, die auf einem respektvollen Umgang mit der Natur beruht. Heute wirken Bewohner aktiv in Projekten zu Ökotourismus, Aquakultur und traditionellem Handwerk mit, die neue Einkommensquellen schaffen und zugleich Umwelt und Kultur bewahren.

Quiçama zieht mit seiner Vielfalt bereits jetzt Besucher an. Naturerlebnisse im Nationalpark, Pilgerreisen nach Muxima sowie Strandziele wie Cabo Ledo und Sangano machen die Region zu einem eindrucksvollen Reiseziel für alle, die das ursprüngliche Afrika erleben möchten.

Mit der Ernennung zum Biosphärenreservat setzt die UNESCO einen Impuls für die regionale Entwicklung und verknüpft Umwelt- und Artenschutz mit Bildung und verantwortungsvollem Tourismus. Für die Menschen vor Ort entstehen neue wirtschaftliche und soziale Chancen, während Besuchende die Möglichkeit erhalten, ein Afrika zu erleben, dessen Zukunft bewusst mitgestaltet wird.

„Nachhaltigkeit, Authentizität und Bewusstsein spielen eine immer bedeutendere Rolle bei der Wahl des Reiseziels“, erklärte Márcio de Jesus Lopes Daniel, Tourismusminister der Republik Angola. „Für uns ist das ein klares Signal. Angola und insbesondere Quiçama kann zu einem bevorzugten Ziel für all jene werden, die das authentische Afrika erleben möchten. Von Mangrovenlagunen und Elefanten an der Küste bis zu seltenen Pflanzenarten und der Gastfreundschaft unserer Gemeinden laden wir Reisende ein, Quiçama als einen Ort zu entdecken, an dem Mensch und Natur im Einklang leben. Jeder Besuch ist ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.“´

Ein Baum in einem Nationalpark.

© Kissama National Park © Dreamtime sa / Stefanie Anderegg

Weitere Informationen zu Angola, dem offiziellen Gastland der ITB Berlin 2026, finden Sie unter www.angolatourism.com.

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