ITB - The Travel Network
16-18 März 2026
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Der globale Reisemarkt wächst kontinuierlich weiter

Der globale Reisemarkt hat laut Phocuswright 2025 um sechs Prozent zugelegt. Etwas abgeschwächt soll diese Rate auch bis mindestens 2027 weiter gelten. Treiber sind Lateinamerika und Indien.

Der Reisemarkt in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika ist nach Daten des Marktforschungsinstituts Phocuswright weitgehend gesättigt. Mitra Sorrells, CEO des US-Instituts, erwartete am Montag bei der Eröffnung der ITB Berlin 2026 dennoch ein globales Wachstum von jährlich rund 5,3 Prozent bis mindestens 2027. Treiber seien Lateinamerika und Indien.

Sorrells sagte, im vergangenen Jahr sei der globale Markt um sechs Prozent auf 1,93 Billionen Dollar (etwa 1,63 Billionen Euro) gewachsen. Die durchschnittliche Jahreswachstumsrate von 2025 bis 2028 werde sich in Europa und den USA bei jährlich vier Prozent einpendeln, im Nahen Osten bei acht und in den lateinamerikanischen und indischen Märkten jedoch bei rund zehn Prozent. Für 2027 prognostizierte sie einen Marktumfang von weltweit 2,14 Billionen Dollar (1,81 Billionen Euro).

Mitra Sorrells spricht am Podium bei der ITB Berlin 2026; im Hintergrund ITB-Logo und „60“.

Phocuswright-CEO Mitra Sorrells spricht bei der Eröffnungspressekonferenz der ITB Berlin 2026 über Marktwachstum und KI.

Schnelle Integration der Künstlichen Intelligenz

Wesentlich rasanter steigt nach den Erhebungen von Phocuswright der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Arbeit der Stakeholder, aber auch bei der Reiseplanung der Verbraucher. In der Tourismuswirtschaft würden bereits 73 Prozent in internen Prozessen mit KI arbeiten. Etwa die Hälfte habe bereits die Schnittstellen zu den Verbrauchern mit integriert, sagte Sorrells. 13 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, KI noch nicht zu nutzen, es aber zu prüfen. Nur noch ein Prozent antwortete mit einem klaren Nein, während drei Prozent Unsicherheit einräumten.

Die Kunden nutzen die erweiterten Möglichkeiten ebenfalls immer häufiger. Die großen europäischen Wirtschaftsmächte allerdings zögern: Großbritannien, Frankreich und last but not least Deutschland verzeichnen Quoten von 22, 19 und 15 Prozent KI-Nutzung bei der Reiseplanung. Anders in den USA: Ergaben Phocuswright-Erhebungen vor rund einem Jahr dort noch eine Quote von 33 Prozent, waren es im September bereits 39 und Anfang dieses Jahres schon 49 Prozent.

Millennials an der Spitze der Nutzenden

Der KI-Einfluss variiert bei den Altersgruppen unter den US-Reisenden stark. Es führen die Millennials (geboren zwischen 1982 und ca. 1995). Sie nutzen zu 67 Prozent Künstliche Intelligenz. Es folgt die Generation Z, also die nächst Jüngeren (geb. 1995-2010) mit 59 Prozent. Bei der Generation X (geboren 1965-1981) vertraut sich knapp die Hälfte (45 Prozent) der KI an, während die US-Baby-Boomer (geboren 1946-1964) und Ältere sie nur zu etwa einem Viertel nutzen.

Für die Tourismuswirtschaft bedeutet das: Die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden wird sich immer mehr auf Künstliche Intelligenz verlagern. Sie wird das bisher vorhandene Vertrauen nur dann bewahren können, wenn sich bewährte Marken herausbilden, die ihr Vertrauen aus Empfehlungen heraus generieren

Digitalisierung, Hospitality, Destinations, Business Travel
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